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Autismus

 

Sie haben bestimmt schon mal von Autismus gehört, ob nun davon gelesen oder in Filmen wie „Rainman“ gesehen. Doch die meisten Menschen haben nur ein wages Bild, was Autismus ist. Wir informieren Sie anlässlich des Welt-Autismus-Tages ganz genau.

 

Autismus – Was ist das?

Autismus wird als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung bezeichnet, die im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren bei Kindern auftritt. Die typischen Symptome von Autismus sind die Isolation von seinem Umfeld, eine verlangsamte Sprachentwicklung, sowie stereotypisches Verhalten und eingeschränkte Interessen. Noch immer sind die Ursachen ungeklärt, die zu Autismus führen. Es wird noch untersucht, ob Autismus durch eine Infektionskrankheit ausgelöst werden kann oder vererbbar ist.

 

Die Typen des Autismus 

Der Autismus wird in vier verschiedene Haupttypen eingeteilt:

Der frühkindliche Autismus (auch Kanner-Syndrom) ist die meistauftretende Form des Autismus. Kinder mit frühkindlichem Autismus zeigen bereits im frühen Alter kaum Interesse am Kontakt mit anderen Menschen und nehmen selten bis gar keinen Blickkontakt auf. Bei etwa 70% ist die Intelligenz gemindert. Einige entwickeln nie eine sinnvolle Sprache, andere sind sehr selbstbezogen und vermitteln wenige Gefühle in Sprache und Ausdruck. Häufig nehmen Autisten alles sehr genau und können nur schwer zwischen den Zeilen lesen.

Auch der atypische Autismus ist eine milder ausgeprägte Version des Autismus und beginnt ebenfalls oft erst nach dem dritten Lebensjahr. Bezeichnend ist für ihn, dass sich Symptome nur zum Teil entwickeln und der Autist sich ansonsten normal entwickelt.

Das Asperger-Syndrom ist eine weniger ausgeprägte Version des Autismus. Es nimmt in den meisten Fällen erst ab einem Alter von über drei Jahren Gestalt an. Die Sprache entwickelt sich bei Kindern mit dem Asperger-Syndrom normal, allerdings leiden sie ebenfalls an einer gestörten Kommunikation. Auch sie reden wenig, drücken sich auch im jungen Alter sehr gewählt und führen häufig Selbstgespräche. Menschen mit Asperger-Syndrom sind überdurchschnittlich intelligent. Große Begabungen fallen häufig bereits in frühen Jahren auf. Dennoch leiden Sie trotzdem oft an Lernproblemen, was Ärzte auf eine geringe Aufmerksamkeitsspanne zurück führen. Auch treten bei Menschen mit Asperger-Syndrom schnell Wutausbrüche bei Anforderungen oder Einschränkungen auf.

Das Rett-Syndrom ist eine Art von Autismus, die ausschließlich bei Mädchen diagnostiziert wird. Bei den Kleinkindern, die sich zunächst normal entwickeln, wird ab dem sechsten Lebensmonat eine Verlangsamung der Entwicklung festgestellt, sowie das Verschwinden der Kontaktfreudigkeit. Zudem gehen zielgerichtete Handbewegungen verloren. Die Betroffenen sind oft grobmotorisch in ihrer Hand-Fuß-Koordination und leiden oft unter epileptischen Anfällen, sowie einem verlangsamten Kopfwachstum einher.

 

Diagnose von Autismus 

Die Diagnose ist oft sehr kompliziert, da Autismus zum Teil auch mit Schüchternheit verwechselt werden kann. Die Kinder werden sehr genau beobachtet und untersucht. Auch das Befragen der Eltern spielt eine große Rolle. Oft dauert es eine sehr lange Zeit, bevor Autismus eindeutig diagnostiziert werden kann.

 

Therapieansätze

Oft brauchen Autisten lebenslange Unterstützung. Es gibt noch immer keine Heilungsmethoden gegen Autismus, deswegen wird versucht, die Stärken zu fördern, das Verhalten zu therapieren und die Nebenerscheinungen zu minimieren. Man hilft dem Autisten die stoischen Wiederholungen, wie Kopf hin und her wiegen, abzubauen und unterstützt ihn zudem sozial und familiär. Nebenerscheinungen wie Angstzustände, Spannungen, selbstverletzendes Verhalten oder Epilepsie werden häufig medikamentös behandelt. Zudem werden Autisten mithilfe verschiedener Methoden an ein eigenständiges Leben herangeführt.

Heutzutage werden Autisten nicht als „Behinderte“ oder „Kranke“ angesehen, sondern als Menschen mit einer anderen Art von Intelligenz.